Ratgeber
Ertrag, Fläche und Eigenverbrauch einordnen
Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt ein Blick auf Ertrag, Fläche und den Strom, den Sie selbst nutzen. Der Check rechnet daraus keinen persönlichen Ertrag.

Zuletzt geprüft am 27.09.2026
Worum es geht
Wie viel Strom eine Dachanlage bringt, hängt vom Ort, von der Ausrichtung und von der Neigung ab. Diese Seite sammelt veröffentlichte Orientierungswerte. Sie ersetzt keine Planung an Ihrem Haus und fragt dafür keine Postleitzahl ab.
Ertrag, Fläche und Lage
Die Verbraucherzentrale rechnet in einem Beispiel mit etwa 900 Kilowattstunden im Jahr je Kilowatt Peak [1]. Für rund 1 Kilowatt Peak nennt sie etwa fünf bis sieben Quadratmeter Modulfläche [1]. Als günstige Lage beschreibt sie eine Südausrichtung und eine Neigung um 30 Grad [1].
Frage | Orientierung |
|---|---|
Jahresertrag je Kilowatt Peak | etwa 900 Kilowattstunden im Beispiel |
Fläche je Kilowatt Peak | etwa 5 bis 7 Quadratmeter |
Günstige Neigung im Beispiel | etwa 30 Grad, Richtung Süden |
Ost- und Westdächer können ebenfalls sinnvoll sein. Sie liefern oft weniger zur Mittagszeit und mehr am Morgen oder Abend. Ob das zu Ihrem Verbrauch passt, klärt die Planung, nicht eine einzelne Zahl.
Eigenverbrauch entscheidet über die Ersparnis
Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, ersetzt Netzstrom. Im zweiten Halbjahr 2025 kostete dieser Strom private Haushalte im Schnitt 40,55 Cent [3]. Der Anteil, den ein Haushalt selbst verbraucht, ist begrenzt, weil die Anlage mittags viel liefert und der Haushalt oft abends mehr braucht.
Situation im Beispiel | Eigenverbrauch |
|---|---|
Vier Personen, etwa 5 Kilowatt Peak, ohne Speicher | etwa 20 bis 30 Prozent |
Dieselbe Anlage mit Speicher | etwa 50 bis 60 Prozent |
Ein Speicher hebt den Anteil, kostet aber extra. Ob er sich lohnt, hängt von Ihrem Verbrauch und vom Preis der Anlage ab. Die Preisspanne und eine durchschnittliche Amortisation stehen im Ratgeber zu den Kosten.
Was eine Standortrechnung zusätzlich abzieht
Wer den Ertrag an einem konkreten Ort modelliert, zieht Verluste ab: Kabel, Wechselrichter, Verschmutzung, Temperatur. Das Handbuch von PVGIS, einem Dienst der Europäischen Kommission, setzt dafür standardmäßig 14 Prozent an [2]. Das ist ein Werkzeugwert für die Planung, kein Ergebnis dieses Ratgebers. Fällt eine solche Rechnung aus, bleibt der Beispielwert von etwa 900 Kilowattstunden je Kilowatt Peak.
Was Sie im Check bekommen
Der Check zeigt die Kostenorientierung ohne diese Standortrechnung. Zwei Fragen klären das Vorhaben und die Entscheidung über das Dach. Technische Details und den Stromverbrauch brauchen Sie dort noch nicht. Das Angebot erstellt der Partner.
Quellen
- [1]Photovoltaik – Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist(öffnet in neuem Tab)
Verbraucherzentrale · abgerufen am 27.09.2026
„einem spezifischen jährlichen Ertrag der Solaranlage von 900 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak“
- [2]PVGIS-Benutzerhandbuch(öffnet in neuem Tab)
Europäische Kommission, Joint Research Centre · abgerufen am 27.09.2026
„We have given a default value of 14% for the overall losses.“
- [3]Pressemitteilung Nr. 111 vom 31. März 2026(öffnet in neuem Tab)
Statistisches Bundesamt · abgerufen am 27.09.2026
„Strom kostete die privaten Verbraucherinnen und Verbraucher im 2. Halbjahr 2025 durchschnittlich 40,55 Cent je Kilowattstunde.“